seit sonntag ist nun die predigt online. ihr könnt sie euch hier downloaden. (Rechtsklick > speichern unter)
das video was in die predigt eingebaut wurde gibt es hier:
leider fehlt der anfang der predigt, den gibt es hier schriftlich:
Nächste Woche Donnerstag geht es wieder los. Hunderte von hübschen jungen Mädels wollen wissen ob sie die schönste im Land sind. Germanys Next Topmodel geht in die Vierte Runde. Wie in den Staffeln zuvor werden sie viele Challanges durchlaufen, Mutproben machen, sich bei Modelagenturen vorstellen, werden fotografiert, laufen auf dem Catwalk und hoffen das sie am ende Gewinnen. Sie wollen auf das Cover der Cosmopolitain, sie wollen das Gesicht einer Werbecampagne werden, sie wollen mit ihrem Gesicht und Ihrem Körper Produkte an den Mann oder die Frau bringen. Sie wollen ein Topmodel werden.
Gutes Aussehen scheint heute sehr wichtig zu sein. Wer gut aussieht ist anerkannt, hat tolle Freunde und wird gut Bezahlt. Wer nicht gut aussieht wird verachtet, gedisst, bekommt schlechter einen Job, schlechtere Noten usw. Genau das wird uns heute immer wieder erzählt. Ob nun bei Germanys Next Topmodel, Bravo oder durch Werbeanzeigen, Klassenkammeraden oder Kollegen die mich mal wieder dissen weil ich das falsche T-Shirt an habe, oder weil meine Haare heute aussehen wie Sau, oder oder oder.
Schönheit betrifft uns alle – Männer und Frauen. Jeden Tag begegnet uns Schönheit. In der Schule, auf Arbeit, aber vor allem im Fernsehen und in der Werbung. Im Schnitt schaut jeder Mensch 12 mal pro Tag auf ein Model. Das prägt uns, und damit muss jeder von uns irgendwie umgehen.
Wenn Ich mir Männliche Models anschaue, dann stelle ich fest:
> ich hab keine so tollen Muskeln,
> keine schönen blauen Augen,
> keinen Waschbrettbauch.
> Von der großen Blonden überdurchschnittlich schönen Frau an seiner Seite mal ganz zu schweigen.
Wenn Frauen sich weibliche Models anschauen, stellen sie sicherlich folgendes fest:
> kein niedliches Gesicht
> zu wenig Oberweite
> zu viel Bauch
> kein Make Up
und so weiter
Wir begegnen also 12 mal pro Tag Models – aber warum sehen wir sie uns an? Wir Menschen sind als Wesen geschaffen, die sich gern schöne Sachen ansehen. Wenn unser Auge etwas schönes sieht, oder unser Ohr etwas schönes hört, die Nase etwas schönes riecht oder unsere Hände etwas schönes fühlen verbreiten sich Glückshormone in unserem Körper. Wenn wir etwas schönes Wahrnehmen wird das Belohnungszentrum in unserem Kopf angeregt. Kurz gesagt: wenn wir das schöne Model in der Werbung sehen, fühlen wir uns wohl.
Es ist erstmal nichts schlimmes wenn wir den ein oder anderen Menschen schön finden. Psychologisch gesehen passiert in uns das gleiche wenn wir schöne Musik hören, ein Schnitzel riechen, das lecker Bier schmecken, unsere Katze streicheln und und und.

















