gänsehautfeeling

22 10 2009

kennst du das? du hörst ein lied, ein ganz bestimmtes, und so langsam beginnt dir ein eiskalter schauer über den rücken zu laufen. kein schauer der angst, sondern ein schauer der ein mix ist von begeisterung und ehrfurcht. du weist nicht ob du jetzt ausrasten sollst und anfängst mit tanzen, oder ob du dastehst, den kopf nach oben richtest, die augen schließe und einfach den moment genießen sollst. kennst du das?

mir ist das schon des öfteren passiert. immer wieder gibt es lieder die ein wahres feuerwerk an emotionen auslösen, was man nie für möglich gehalten hat.

aber des öfteren hab ich schon mitbekommen das manche christen versuchen sich diese emotionen zu pachten, das ganze wie ein eigenes patent ansehen. zb. einmal im worship-konzert:

sänger „spürst du, spürst du das was im raum liegt?“
meine gedanken: „ähm, ich spür was, aber das hatte ich auf der loveparade noch intensiver.“
S: „es ist der heilige geist, er ist hier, er ist in dieser musik“
MG: „oh, dann war also auf der loveparade mehr heiliger geist als hier? merkwürdig“

ich denk, dass das was wir auf lobpreis-, rock-, klassik-, popkonzerten und partys manchmal spüren nix weiter als das natürliche reagieren der seele auf die kraftvolle musik ist. oder ist gerade das der heilige geist? und war es auch der heilige geist den ich 2003 auf der loveparade gespürt hab? ausschließen will ich es nicht.

naja, was bei mir grad richtiges gänsehautfeeling auslöst sind folgende zwei lieder von paul van dyk, aufgenommen beim music discovery project 2009 in frankfurt:

du kannst ja deine gedanken zu dem thema als kommentar posten und natürlich würd ich gern wissen was für lieder bei dir gänsehauptfeeling verursachen. ja, es dürfen auch christliche lieder sein ;-)





die letzten tage in der übergangswohnung

30 08 2009

nun hab ich etwas über drei wochen bei phil in sachsenhausen gewohnt. das war wirklich ein guter start in frankfurt. hier kamen immer wieder die unterschiedlichsten leute vorbei zum quatschen, zocken oder für sonstige unternehmungen. es war wirklich cool dadurch gleich so viele leute kennezulernen. ist ja nicht immer ganz einfach wenn man als einzelner in ne neue stadt kommt. das leben in der wohung war auch richtig locker und unkompliziert. war ne super zeit. was ich in der neuen wg vermissen werde ist der kurze weg zum main an denen ich bisher so manchen abend verbracht habe. aber der neue stadtteil hat auch seine vorzüge. ähnlich wie hier in sachsenhausen gibt es da (nordend/bornheim) an jeder ecke ne bar, gaststätte oder kneipe und zur shoppingmeile (die heißt hier »zeil«) sind es nur zwei stationen mit der straßenbahn. mitbewohner für die wg hab ich auch gefunden, zwei junge christen mit denen das zusammenleben sicherlich spaß machen wird. morgen möchte ich nen endgültig umziehen.

ansonsten war die letzte woche hauptsächlich von handwerklicher arbeit geprägt, andy, nadine und ich haben zwei räume des schülercafés komplett neu gestrichen. desweiteren wird es in bezug auf die struktur meiner arbeitszeit auch immer besser. am anfang wusste ich noch nciht so ganz was und wo und wie das nun alles laufen soll, nun kommt aber von tag zu tag immer mehr licht ins dunkel worüber ich sehr froh bin.

am wochenende war ich nochmal in kassel, hatte meine kochbücher in der wg vergessen. das war aber nicht der grund, denn gestern haben zwei gute freunde von mir geheiratet. björn und heike. mit heike war ich im ersten kollegjahr im hauskreis und mit brörn im dritten ausbildungsjahr. die beziehung der beiden finde ich sehr inspirierend, vor allem wie sie gemeinsam so manche hoch und tiefpunkte überwunden haben und nun ja zueinander gesagt haben. die feier war auch der hammer, wozu die band einiges dazu beigetragen hat. und es war schön wieder viele bekannte kolleg-gesichter zu sehen.





die erste mündliche…

19 06 2009

geschaft! die erste mündliche prüfung ist bestanden. gestern wurde ich in at-prophetie geprüft, und obwohl ich diese woche (meiner meinung nach) nichts mehr in den kopf bekommen habe, war ich mit der guten drei mehr als zufrieden. nächste woche ist das noch die pädagogische mündliche und das wars dann.

gerade eben hab ich übrigens ne sehr witzige seite gefunden, auf der man aus seinem bild einen simpson machen kann.

www.simpsonizeme.com

hier mein ergebnis:albi_simpson





bibelschul-battle

16 06 2009

grade eben entdeckt: die bibelschule in elstal hat ein youtube-battle zwischen den bibelschulen gestartet. das marburger bibelseminar hat schon geantwortet, hier das video:

elstal und mbs – wir kommen





ab in die natur

10 05 2009

mittwoch war es im unterricht für mich auch recht spannend. die dozentin stellte uns die kunstrichtung »land art« vor. ganz speziell zeigte sie uns bilder vom dem künstler andy goldsworthy, der irgendwo hingeht und nahezu ohne hilfsmittel kunst aus und mit der natur macht. z.B. legt er herbstblätter nach farben abgestuft zu einer linie zusammen, das sieht echt richtig cool aus.(wikipedia artikel: andy goldsworthy / land art

Wir bekamen also die aufgabe in den wald zu gehen, und mit dem was da ist, was kreatives zu machen. was dabei rausgekommen ist, zeigen folgende bilder:

05_09 Land Art Kolleg




was neues?

8 05 2009

so eben hab ich was witziges entdeckt: www.bibeldiplom.de ein kommunikationsdesigner, der mal was neues in richtung covergestaltung bei bibel geht. witzig und provokant.

ein interview mit dem designer gibt es unter www.jesus.de





wie wahr…

2 04 2009

jetzt, wo sich die ausbildung am kolleg dem ende neigt, mache ich mir gedanken, was alles im leben so drin ist, was man alles hat, usw. da gibt es vieles was man hat, besitzt, oder mit dem man sich beschäftigt bzw. beschäftigen will. dazu habe ich grad folgendes zitat gefunden:

»Was es alles gibt, was ich nicht brauche.« Aristoteles

wie recht er hat. aber schon erstaunlich das es schon bei den alten griechen scheinbar viel überflüssiges gab. wo es noch kein internet und keine konsumtempel gab.





lesen!

14 03 2009

rob bell - velvet elvisseit letzter woche lese ich das buch »velvet elvis« von rob bell, einem amerikanischen theologen. das ist echt der hammer, da er viele gute denkanstöße gibt, die mich grade sehr ins nachdenken bringen. auch schaue ich jetzt nochmal anders auf die theologische ausbildung hier am kolleg. also anders im positiven sinne. hier wird ja »historisch kritisch« gelehrt. d.h. es werden einige sachen sehr in frage gestellt, es wird gefragt »kann das wirklich so gewesen sein?« auch diese methodik wird in dem buch aufgegriffen. auch wenn ich diese arbeitsweise für mich schon vor dem buch als positiv bewertet habe, wurde das jetzt durch das buch nochmal bestätigt, aufgefrischt und neu beleuchtet. auch zur thematik leitung und »superpastoren« schreibt er was. ein echt gutes buch das herausfordert, inspiriert, zum nachdenken und zum losgehen anregt. jeder hauptamtliche und/oder theologisch interessierte sollte es gelesen haben.





frisör im kopf

14 03 2009

auch eine sehr geniale sache wurde ich heute aufmerksam gemacht, auf den virtual barbershop auf youtube. um die überschrift zu verstehen ich es absolut wichtig, das du dir das video mit einem kopfhörer anhörst und die augen schließt. mit normalen lautsprechern gehts nicht.





techno meets classic

24 02 2009

clubkultur und konzertsäle. ausgelassenes tanzen und ruhiges dasitzen. harte beats und ruhige klänge. partypeople und bildungsbürgertum. dinge die normalerweise nicht zusammenpassen.

you fm vom hessischen rundfunk hat dieses jahr zum dritten mal das experiment gemacht und diese zwei welten zusammengebracht. die idee ist nicht neu, den anfang machte meines wissens nach jeff mills 2006 mit dem Montpelier Philharmonic Orchestra. ich weis nicht ob you fm ihre idee daher hat, ist ja auch egal auf jeden fall ein interessantes projekt.

das konzert von paul van dyk in voller länge

was für mich dabei ein interessanter gedanke für gemeindearbeit ist:
überall wird von zielgruppenspezifischen methoden geredet, sachen ausprobiert, und und und. man will versuchen jede szene in ihrer eigenart zu erreichen. das ist an sich auch nix schlechtes.

aber wo wird das was hier dirigent und dj getan haben in der gemeinde praktiziert? wo wird wirklich versucht verschiedene ineressen auf einen nenner zu bringen? der dirigent spiegelt für mich hier den pastor wieder, der die fäden in der hand hält, der schaut das alles rund läuft. und der dj spiegelt für mich den jugendreferenten wieder, der die jugend und ihre eigenarten repräsentiert.

kann es eine gemeinde schaffen eine solche synphonie zu komponieren und dann meisterhaft zu spielen?