die welt ist klang

8 02 2010

ich gebe zu, ich lebe in einem millieu in das ich mit meinem musikgeschmack nicht so recht reinpasse. das millieu nenne ich mal “kirche” bzw. “christliche subkultur”. letztens ist mir es beim durchstöbern meines last.fm-profils aufgefallen. die übereinstimmung meines musikgeschmacks bei meinen geaddeten freunden liegt bei “niedrig” bis “sehr niedrig”. das problem ist das ich eigentlich keine handgemachte gitarrenmusik höre. wie es dazu gekommen ist will ich anhand eines kleinen musikalischen lebenslaufs dokumentieren. Hier sind 10 der wichtigsten lieder gelistet die mich in dem bereich geprägt haben:

Isao Tomita – Promenade
von tomitas musik war ich vor allem in meiner kindheit begeistert. von der ersten euphorie hat mir meine mutter erzählt. was mich später an ihm begeisterte war, das es möglich ist mit einem einzigen instrument (dem moog synthesizer) alle nur erdenklichen instrumente, ja sogar menschliche stimmen imitieren könnte.

Scooter – Hyper Hyper
ein zugegeben dunkles kapitel meiner geschichte, aber ich bin ehrlich und gebe zu: dieses lied hat mir viele viele wochen meines lebens versüßt. und ja, ich war lange fan von denen…

Members of Mayday – Sonic Empire
mein nachbar hat dieses lied kurz nach seinem erscheinen immer volle kanne in seinem zimmer aufgedreht und die nerven der nachbarschaft etwas strapaziert. ich fands toll.

Kiko – Worldcup 1999
das dieses lied so heißt hab ich erst vor kurzem durch nen kumpel erfahren. es war glaub ich zur loveparade 2000 als electric indigo diesen track auf der loveparade aufgelegt hatte und ich das stet auf kasette mitgeschnitten hatte, welche anschließend rauf und runter lief.

Wassermann – W.I.R.
dieses lied wurde ebenfalls auf einer loveparade aufgelegt, hab nur keine ahnung mehr auf welcher und von wem. egal, der knarzende sound rockt immernoch.

David Caretta – Shock Treatment
kurz nach der jahrtausendwende, klein albi durfte immernoch nicht auf loveparade & co und schnitt statdessen fleißig auf (video-)kassetten diverse liveübertragungen mit. es muss bei einer mayday gewesen sein auf der dieses lied lief.

Kissogramm vs. woody – if i had know this before
etwa zur selben zeit: auch die melodiöseren stücke haben mich begeistert…

Slam – Lifetimes
auch das lied hier steckt voller emotionen, einfach nur schön.

Paul van Dyk feat. Saint Etienne – tell me why
das war meine erste vinyl die ich mir damals irgendwo in england gekauft hab.

Mauro Picotto – Verdi
und das hier darf natürlich auch nicht fehlen. schön deep, ein bisschen knarzig, geiler groove.





was ist die botschaft?

28 01 2010

anmerkung: dieser bericht ist eine momentaufnahme, keine feste meinung. kommentiert fleißig, … danke! :-)

momentan mache ich mir ab und zu gedanken, was eigentlich die gute botschaft ist. “hm, komisch” wird sich jetzt sicherlich manch einer denken, aber ich glaube das es garnicht so einfach zu erfassen ist, was denn nun die frohe botschaft, die gute nachricht, das evangelium ist. vor einiger zeit war für mich klar: die gute nachricht ist, das jesus für meine schuld ans kreuz gegangen ist, und stellvertretend für mich bezahlt hat. Also wie, wenn ich im supermarkt an der kasse stehe, merke das ich kein geld dabei hab und der mensch hinter mir sagt “is okay, ich zahl das für dich”.dies ist für mich auch weiterhin richtig. aber viel mehr ist es meiner meinung nach nur ein teil der botschaft.

Was ist aber mit den stellen an denen gesagt wird “ein jeder nehme sein kreuz auf sich und folge mir nach” (mt. 16,24 / mk. 8,34 / lk. 9,23)? oder das trotz dieser guten nachricht kein i-tüpfelchen vom gesetz vergehen wird (mt 5,18)? bei der oben genannten botschaft besteht das problem, das man in der nachfolge faul wird. man könnte sagen “ach, die sünde, macht ja nix, jesus hat ja für mich bezahlt” und im schlimmsten falle würde sich an der art der lebensführung nach der bekehrung nix ändern.

momentan lesen wir im cvjm-hauskreis das buch “das leben teilen” von walter klaiber. und das erste kapitel trägt die überschrift “worum geht es – die nachricht”. klaiber beleuchtet das ganze auch vom alten testament und sagt “die nachricht ist, das gott trotz allen JA zu uns menschen sagt, ohne kompromisse”. und wer jetzt theologisch etwas gebildet ist, dem fallen die geschichten vom paradies ein. trotz der vertreibung bleibt gott bei den menschen. trotz der ermordung des bruders bleibt kain von gott beschützt. im exil bleibt gott bei seinem volk. und durch jesus gilt dieses ja gottes nun allen menschen. der krieg ist gewissermaßen vorbei. jeder hat die möglichkeit mit diesem gott beziehung zu leben. Das erinnerte mich an das beispiel was karl bath anwandte. Es gab einen japanischen soldaten der während des zweiten weltkriegs von seiner truppe getrennt wurde und sich auf eigene faust durchschlagen musste. irgendwann, nach ein paar jahren wurde der soldat in voller montur und kampfbereitschaft entdeck, und die leute meinten nur “keine panik, der krieg ist vorbei”. und das wiederum brachte mich irgendwie auf den gedanken der allversöhnung.

wenn gott für alle menschen gestorben und auferstanden ist und für alle damit gezahlt hat, wenn er alle mit sich selbst versöhnt hat, dann wäre der von einigen ströhmungen christlicher gemeinden propagierte “war on hell” gewissermaßen sinnlos. “schade” werden sich jetzt einige denken, “für was soll man denn jetzt noch auf die straße gehen und demonstrieren missionieren”. das dachte ich mir auch lange zeit, und blieb beim altbekannten und vertrauten. mit einem gemeinsamen feindbild macht sich bekanntermaßen vieles leichter. Aber ich glaube das der grund vom glauben weiter zu erzählen mit der allversöhnung weniger feindlich gesinnt ist und einfach unter einem anderen blickwinkel zu sehen ist. man muss nicht mehr krampfhaft die armen schafe vor der hölle “retten” sondern man geht zu ihnen und sagt “was soll der ganze stress, der krieg ist vorbei”. also vielmehr das vermitteln einer neuen lebensqualität steht nun im vordergrund. ein leben was im geben und nehmen des gegenübers gott geprägt wird. und wenn dieser gott schon immer zu den menschen ja gesagt hat, dann wird er das auch bei dir nicht anders tun.





antrieb

13 01 2010

heute morgen war ein gemeinsames frühstück der hauptamtlichen vom cvjm frankfurt. wie bei jedem gemeinsamen frühstück ist anschließend eine andacht. heute verteilte winfried (der leitende sekretär) die wörter eines bibelverses einzeln auf den boden:

welche / der geist gottes / treibt / die sind / gottes kinder. (röm. 8,14)

aufgabe war es sich ein blatt zu nehmen und über das wort bzw. den satzteil gedanken zu machen. ich hab mich mit dem wort treiben beschäftigt. dachte dabei zuerst an antrieb, triebkraft, also an eine kraft die hinter etwas steht. eine kraft die eine bewegung auslöst, diese bewegung wäre aber ohne diese kraft nicht möglich. zb. ein motor springt nicht von selbst an, sondern der fahrer bewirkt durch das umdrehen des schlüssels das der wagen läuft (zitat von winfried dazu “vorrausgesetzt die batterie ist geladen”). dieses denken ist rein mechanisch gedacht, und es ist auch irgendwie logisch und einleuchtend. auf den vers übertragen würde es bedeuten: weil gott mich antreibt bin ich sein kind.

eine zweite frage die mir gekommen ist, ob ich mich denn überhaupt dieser kraft entziehen kann? wenn der geist gottes nun der fahrer ist und ich der motor (bzw. die pneulstange, die achse oder die räder… womit die verschiedenen gaben auch bildhaft mit einbezogen wären) könnte ich ja in diesem starren systen nix dagegen tun. das fazit des ganzen wäre prädestination, vorherbestimmung.

kann und darf man aber diese gottesbeziehung oder beziehungen generell mechanisch sehen? meine alten theologiedozenten haben immer davor gewarnt (post)moderne vergleiche technik-gott anzustellen. und so langsam merke ich warum. in einer beziehung dreht man nicht irgendeinen schlüssel rum, drückt ein knöpfchen, spricht ein gebet, geht zur kirche, singt tolle anbetungslieder und der laden läuft. diese (und jede andere beziehungen auch) haben immer auch etwas unberechenbares, unvorhersehbares, dynamisches? ein richtiges wort dafür hab ich noch nicht gefunden, vielleicht findet ja irgendein kommentator ein passendes?





spaß im schnee

11 01 2010

in der vergangenen woche hatte ich viel spaß. mit dem cvjm frankfurt ging es für sieben tage nach adelboden in der schweiz. nachdem ich im vergangenen jahr das ski-fahren gelernt hatte, machte ich nun meinen zweiten versuch auf den brettern. nachdem ich anfangs relativ oft im hang, bzw. an pfosten von diversen liften gelandet bin, ging es nach dem ersten tag richtig gut. es macht richtig spaß, und ich freu mich jetzt schon auf die nächsten ski-freizeiten :-) am freitag waren allerdings meine beide etwas müde geworden, so dass ich auf schlittenfahren umstellte. und das ging auch richtig ab, hatte vorher noch nie so gute schlitten gesehen. am montag und freitag bin ich mit meinem kollegen und dem fotoapparat losgezogen um ein paar bildchen zu machen. hier die ergebnisse:

Fotos aus Adelboden





Frohes Neues

2 01 2010

ich wünsche allen bloglesern ein frohes und gesegnetes neues jahr.

das bild wurde in dresden aufgenommen. dort hab ich zusammen mit meiner schwester und freunden gefeiert.





historischer flashback

30 12 2009

weihnachten ist ja immer wieder DER zeitpunkt, wo alle möglichen menschen, die wegen dem studium oder der arbeit die heimat verlassen haben, wieder zurück zu ihren ursprüngen kehren, in die heimat (vorrausgesetzt die familie lebt noch dort). so kehre auch ich jedes jahr in das traute heim meiner eltern ein. ein guter zeitpunkt auch altbekannte gesichter wiederzusehen. dieses jahr war es aber echt extrem, was das wiedersehen altbekannter anging. zuerst war in meinem cvjm ein “vertriebenentreffen”, der wahnsinn, ich hab leute getroffen zu denen ich seit ca. 5 jahren keinen offline-kontakt mehr hatte. ein paar tage später war ein jugengottesdienst der ev. jugend. wie jedes jahr ein beliebter treffpunkt ehemaliger mitarbeiter. dort war auch einer dabei zu dem ich noch in die jungschar gegangen bin. und noch einen tag später war ein gottesdienst meiner alten jesusfreaks-gruppe wo ebenfalls viele altbekannte da waren. das hab ich sehr genossen. klar, man ist über facebook, meinVZ & co miteinander verbunden, aber so ein face to face treffen ist doch nochmal was anderes. und um einiges besser und gehaltvoller als irgendwelche statusmeldungen, kommentare oder nachrichten auf diversen pinnwänden.





bosnientour

26 12 2009

am vergangenen wochenende war ich mit weiteren fünf leuten von meinem heimatverein, dem cvjm löbau, in bosnien. dort haben wir unsere freunde in tuzla, banovici und sarajevo besucht und ein bisschen weihnachten gefeiert. es war wirklich eine sehr schöne zeit. wir haben viele geredet und spaß gehabt. hier nun die highlights:

In banovici gab es ein kleines weihnachtsprogramm für die kinder im dorf. an sie wurden geschenke der aktion “weihnachten im schuhkarton” verteilt. es war wirklich schön zu sehen was die geschenke die u.a. in deutschland gepackt werden für reaktionen auslösen. die freude und dankbarkeit war groß.

in sarajevo waren wir am montag abend ein bisschen in der stadt shoppen, das hat sehr viel spaß gemacht. auch das cevapcici essen danach. am tag später waren wir noch auf einen der vielen berge, von denen sarajevo umgeben ist, gefahren und haben für die stadt und das land gebetet.

eine überraschung war auch als uns unsere freunde ebenfalls kleine geschenke mit bosnischen leckereien überreichten. es ist immer wieder schön in dieses land zu fahren und die freundschaft zu pflegen die über lange zeit gewachsen ist. die gastfreundschaft und die herzlichkeit mit der wir immer wieder begrüßt werden ist einfach umwerfend. und toll ist auch das es im land und bei unseren freunden immer weiter bergauf geht. viele gehen nun regelmäßig in die schule, sind in einer ausbildung oder haben eine geregelte arbeit. ich freu mich jetzt schon auf den nächsten besuch. hier noch ein paar bilder:

Bosnientour Dezember 2009





Marie

25 12 2009

ich wünsche allen lesern ein fröhliches weihnachtsfest.





pause

17 12 2009

schon lange ist hier nix mehr erschienen, jaja, die weihnachtszeit ist sehr ereignisreich. auch in den kommenden 5-6 tagen wird hier erstmal nix neues kommen, aber vor weihnachten gibts auf jeden fall noch was frisches. bis dahin wünsch ich eine frohe adventszeit.





twitter, blogs und die kommunikation

2 12 2009

Auf Partys ist man nicht mehr dieser komische Typ, der einen Blog hat, man ist der komische Typ, wenn man an diesem Social Media Ding nicht teilnimmt.

dieses kommentar habe ich grade bei maingold.com aufgeschnappt der in einem bericht die blogentwicklung im jahre 2009 analysiert. dieser satz hat mich mal wieder ins nachdenken gebracht, was und wie sich das leben vor und nach dem web2.0 gestaltet.

noch vor fünf oder sechs jahren war es ja so das man sich sehr häufig „offline“ getroffen hat, zb. bei einer party. dort hat man dann sämtliche leute ausgefragt was bei denen grad so aktuell ist, was sie in der letzten zeit gemacht haben, usw. jetzt, wo immer mehr leute bloggen oder zusätzlich twittern ist das anders. wenn ich jetzt zb. einer meiner frankfurter twitter-kollegen treffe ist die frage nicht mehr „und, wie war die woche?“ man weis ja schon was war. wenn die tendenz steigt, dann frag ich mich manchmal ernsthaft wie und über was wir in ein paar jahren reden und wie sich die kommunikation im alltag verändert.

so, und wenn ich jetzt noch auf die www.druckerei.de verweise, bekomme ich einen twitter-wandkalender, ist so ne aktion. aber deswegen hab ich das nicht geopstet, es ist mir glücklicherweise in die hände gefallen :-)